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Ihre Gesundheit

Wie Männer ihre Fruchtbarkeit steigern können

Statistisch gesehen wurden im Jahr 2010 in Deutschland 678.000 Kinder geboren. Ein Blick auf die monatlichen Geburtenzahlen verrät dabei durchaus Interessantes: nämlich dass sich die Geburten nicht gleichmäßig über das Jahr verteilten, son­dern innerhalb des Jahres eine verhältnismäßig stabile Saisonfigur abgaben. Stärkster Monat war demnach der Juli, in dem knapp zehn Prozent aller Neugeborenen (61.900) deutschlandweit das Licht der Welt erblickten. Und auch in diesem Jahr prägen zur Sommerzeit vielerorts Hochschwangere und junge Mütter bzw. Familien mit Kinderwagen das Bild.

Was aber, wenn es mit dem ersehnten Wunschkind nicht klappen will? Wurde früher oft die Frau für einen unerfüllten Babywunsch verantwortlich gemacht, kommt man heutzutage zu dem Ergebnis, dass in etwa 40 Prozent der Fälle die Ursache bei der Frau, in weiteren 40 Prozent beim Mann und in 15 Prozent der Fälle der Grund bei beiden zu suchen ist. Bei fünf Prozent der Paare werden von Ärzten und Experten sogar gar keine Ursachen festgestellt.

Spermien © miket - Fotolia.com

Spermien © miket - Fotolia.com

Studien haben ergeben, dass sich die Fruchtbarkeit des Mannes in den letzten 40 Jahren um mehr als die Hälfte verringert hat. Als Gründe werden unter anderem Bewegungsmangel, erhöhter Stress und ungesunde Ernährung angeführt. Allein in Deutschland sind drei bis vier Prozent der Männer im zeugungsfähigen Alter infertil; oft ohne sich dessen bewusst zu sein, bis der vermeintlich einfach zu erfüllende Wunsch nach einem Baby sich eben doch nicht in die Tat umsetzen lässt. Wobei man hier zwischen Unfruchtbarkeit und einer verminderten Fruchtbarkeit durch eine geringere Spermienanzahl oder –beweglichkeit (Subfertilität) unterscheiden muss.

Auswege aus der männlichen Unfruchtbarkeit gibt es jedoch einige. Wie eine Meta-Studie der Universität von Neuseeland herausgefunden hat, konnte die Fertilität der Probanden dank der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitalstoffen, wie Vitaminen und Aminosäuren, erhöht und die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft um das Vierfache gesteigert werden. Positiver Nebeneffekt: Die Rate der Fehlgeburten und Schwangerschaftskomplikationen fiel bei Paaren, die ihre Ernährung mit orthomolekularer Medizin ergänzten, deutlich geringer aus.

...ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Fruchtbarkeit steigern kann

...ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Fruchtbarkeit steigern kann

Hierbei lässt sich im Einzelnen sagen, dass besonders die Vitamine C und E, Zink, Selen sowie Carotinoide und N-Acetylsystein nicht nur die Zellmembran und die Erbsubstanz der Spermien vor freien Radikalen schützen, sondern auch eine positive Wirkung auf deren Beweglichkeit haben. Omega-3-Fettsäuren verbessern die Fluidität der Spermienmembran und die Vitamine B6 und B12 sowie Folsäure fördern den Zellaufbau, das –wachstum sowie die –differenzierung und haben eine positive Wirkung auf die Anzahl der Spermien. Darüber hinaus verbessern L-Carnitin und Coenzym Q10 die Beweglichkeit und bilden eine wichtige Rolle für die Energiebereitstellung in den Mitochondrien der Samenzelle.

Zusätzlich zur orthomulekularen Nahrungsergänzung kann seine Fruchtbarkeit steigern, wer sich gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt, seinen Zigaretten- und Alkoholkonsum reduziert und auf sein Gewicht achtet. Damit die Hoden nicht zu warm werden, was sich negativ auf die Spermienqualität auswirkt, empfiehlt es sich keine zu engen Hosen zu tragen und auf heiße Bäder und Saunabesuche (vorerst) lieber zu verzichten. Auch das Notebook sollte beim Arbeiten lieber auf dem Tisch als auf dem Schoß platziert werden, um einer Erwärmung der Hoden vorzubeugen. Und noch ein Tipp: Samenzellen werden ebenfalls nicht besser, wenn man sie aufspart, denn lange Sexabstinenz reduziert die Qualität der Spermien ebenfalls. Zwar reduziert, laut einer australischen Studie, täglicher Sex die Spermienanzahl, allerdings wird der Anteil beschädigter Samenzellen ebenfalls vermindert, was wiederum die Zeugungsfähigkeit erhöht, die vielmehr durch die Qualität als durch die Menge und Konzentration der Spermien im Ejakulat bestimmt wird.

Text: Anne-Kathrin Heß

Ein Kommentar zu “Wie Männer ihre Fruchtbarkeit steigern können”

  • Eine sehr gute fachärztliche Beratung zu diesem Thema bieten die so genannten Kinderwunschzentren an. Diese sind mittlerweile fester Bestandteil vieler Kiliniken in Deutschland.

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