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Ihre Gesundheit

Babyschwimmen im Freibad

S. Hofschlaeger pixelio.de

S. Hofschlaeger pixelio.de

Schwimmkurse speziell für Babys werden heute von zahlreichen Schwimmschulen, Hebammen oder Hallenbädern angeboten. Meist nehmen diese Babys bereits ab dem 3. Lebensmonat auf. Ziel der Kurse ist es, den Kleinen möglichst früh Freude am Wasser zu vermitteln und gleichzeitig die motorische Entwicklung zu fördern. Gerade in der warmen Jahreszeit würden viele Eltern ihren Nachwuchs aber auch gerne einmal mit ins Freibad nehmen. Doch ab wann kann man das bedenkenlos tun? Und was sollten Eltern dabei unbedingt beachten, damit der Schwimmausflug nicht in Stress und Tränen endet?

Bei allen Freibadbesuchen im Sommer sollten Eltern zunächst immer daran denken, dass die Haut von Babys im ersten Lebensjahr noch keinen Eigenschutz besitzt. Grundsätzlich sollte man sich daher mit einem Baby in seinen ersten 12 Lebensmonaten nur im Schatten aufhalten. Eine Schildmütze mit Nackenschutz oder ein spezieller Sonnenhut als Kopfbedeckung sind ohnehin unverzichtbar, wenn man mit einem Kleinkind vor die Tür geht. Eine Babysonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von über 30 ist ebenfalls Pflicht. Zusätzlich sollte die empfindliche Haut von Babys jedoch immer mit leichter, luftdurchlässiger Kleidung vor der Sonne geschützt sein.

Dies gilt auch für das Plantschen im Wasser: Da das Babybecken öffentlicher Freibäder meist nicht im Schatten liegen wird, sollte man seinem Kind vor allem im Wasser, das die Sonnenstrahlen besonders gut reflektiert, immer mit einer Mütze und einem T-Shirt vor der aggressiven UV-Strahlung schützen. Zusätzlich sollte das Kind eine Badehose tragen, die das Wasser vor Verunreinigungen bewahrt. Mittlerweile gibt es spezielle Schwimmwindeln, die entsprechend eng anliegen und im Wasser nicht aufquellen. So verhindern sie, dass das große Geschäft im Wasser landet.

Ab welchem Alter ein Kind bereit für den ersten Besuch im Freibad ist, müssen Eltern prinzipiell selbst entscheiden. Das Kind sollte jedoch nicht mehr zu schreckhaft sein und nicht völlig verängstigt auf eine größere Menge an Menschen und Sinneseindrücken reagieren. Wenn das Kind daher schon an der Schwimmbadkasse überfordert und panisch wirkt, sollte man sich vielleicht überlegen, ob der Besuch nicht doch noch lieber etwas warten kann..

Anna Cervova

Anna Cervova

Im Gegensatz zum Babyschwimmkurs, bei dem das Wasser im Hallenbad immer 32 bis 34 Grad Celsius betragen sollte, lässt sich die Temperatur eines Beckens unter freiem Himmel natürlich nicht immer exakt vorhersagen und kann stark von der Außentemperatur abhängen. Gegebenenfalls kann es auch helfen, sich vorher beim örtlichen Freibad zu erkundigen, es ein beheiztes Babybecken gibt. Trotzdem sollte ein Säugling eine gewisse Toleranz für Temperaturunterschiede aufweisen, ehe man ihn zum ersten Mal mit ins Freibad mitnimmt. Dies ist von Kind zu Kind individuell verschieden. Viele Eltern berichten jedoch, dass ihr Kind zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat an einem ersten Freibadbesuch großes Vergnügen hatte.

Für den Anfang sollte man den Kontakt des Babys mit dem Wasser auf maximal 20 Minuten beschränken und alles ganz entspannt, ohne Erwartungen und Leistungsdruck, angehen  Dazu kann man sich mit ihm auf den Rand des Schwimmbeckens setzen und zunächst die Füße ins Wasser tauchen. Findet das Kind Gefallen am Wasser, kann man es etwas darin plantschen lassen oder auf Mamas Arm mit ihm das Becken erkunden. Ein bunter Plastikbecher oder ein kleines Schwimmtier als Spielzeug können helfen, das kühle Nass gleich noch einmal so interessant erscheinen zu lassen. Achtung: Der so genannte Atemschutzreflex, den manche Babyschwimmkurse für Tauchübungen zu nutzen versuchen, verliert sich bei vielen Babys bereits um den 3. Lebensmonat herum. Man sollte das Kind daher nie zum Untertauchen  zwingen, da es dabei Angst vor dem Wasser entwickeln kann. Fühlt das Kind sich unwohl, weint es oder friert es, sollte man grundsätzlich auf jeden Fall Rücksicht nehmen und das Wasser sofort verlassen. Wichtig ist, das Kind sofort mit einem Handtuch abzutrocknen und die nasse Schwimmwindel zu wechseln.

Baden macht hungrig, daher sollte man auch immer eine babygerechte Zwischenmahlzeit einpacken oder das Kind nach dem Trockenlegen stillen.  Da die Vielzahl neuer Eindrücke für ein so kleines Baby dazu extrem anstrengend ist, darf der Schwimmbadbesuch außerdem nicht zu lange dauern.

[BS]

Bildquelle: Anna Cervova / Publicdomainpictures.net

S. Hofschlaeger / pixelio.de

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