Ihre Gesundheit

Dieses Glossar befindet sich im Aufbau und wird täglich erweitert. Daher erhebt es auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie eine Definition zu einem medizinischen Begriff haben, der dieses Lexikon erweitert freuen wir uns auf Ihren Beitrag. Klicken Sie hier um uns eine Nachricht zu schicken.

 

Kontrazeption

Als Empfängnisverhütung oder Kontrazeption werden alle Methoden bezeichnet die eine Schwangerschaft wirksam verhindern.
Alle Maßnahmen verhindern entweder die Entstehung, die Befruchtung oder die Einnistung einer weiblichen Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Man unterscheidet natürliche (Temperaturmessung, Kalendermethode, Coitus interruptus),
mechanische (Kondom, Pessar), hormonelle (Antibabypille, Dreimonatsspritze, Pille danach), chemische (Spermizide) und chirurgische (Sterilisation) Methoden.
Während die natürlichen Methoden auch wegen der nötigen Disziplin der Sexualpartner als recht unsicher gelten, wird die mechanische und hormonelle Kontrazeption als sehr sicher dargestellt. Die Benutzung eines Kondoms schützt insbesondere bei häufigem Partnerwechsel zuverlässig vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten und Aids.
Ethisch ist die Empfängnisverhütung nicht unumstritten. Die katholische Kirche z.B. lehnt eine Empfängnisverhütung, die nicht auf Enthaltsamkeit beruht immernoch als widernatürlich und verwerflich ab.

 

Krebs

Bei Krebs handelt sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild sondern um einen Oberbegriff für weit mehr als 100 verschiedene Krankheiten bei denen sich bösartiges Zellgewebe neu bildet (maligne Tumore).

Die menschlichen Organe bestehen aus spezialisierten Zellen, die sich in bestimmten Zeitabständen teilen, um das Organ in Form und Funktion zu erhalten. Findet diese Teilung auf Grund einer genetischen Veränderung plötzlich und ungebremst statt, kann das entstehende Gewebe in umliegendes gesundes Gewebe hineinwachsen und es zerstören. Man spricht dann von einem bösartigen Tumor, einer Krebsgeschwulst bzw. einem Malignom. Die veränderten Zellen zerstören und ersetzen die gesunden Zellen, so dass das betroffene Organ in seiner Funktion immer mehr beeinträchtigt wird bis es schließlich ganz ausfällt.

Über das Blut oder die Lymphbahnen können Tumorzellen in den ganzen Körper ausgeschwemmt werden (Metastasierung). Sie siedeln sich dann in anderen Organen an, teilen sich dort weiter und bilden auf diese Weise neue Tumore – die so genannten Tochtergeschwülste oder Metastasen.

Krebserkrankungen sind nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Viele Untersuchungen und Beobachtungen weisen darauf hin, dass Lebens-, Ess- und Genussmittelgewohnheiten die Häufigkeit von Krebserkrankungen wesentlich beeinflussen. Zahlreiche Industrieprodukte wie Asbest und Benzol, Genussmittel wie Nikotin und Alkohol und bestimmte Umweltfaktoren wie die UVB-Strahlung der Sonne, gelten als stark krebsauslösend.

 

Lungen

Die im Inneren des Brustkorbs liegenden, spiegelbildlich angeordneten Lungenflügel bilden die menschlichen Atmungsorgane. Die Lungenlappen sind voneinander unabhängig, da sie jeweils eigene Blut- und Luftversorgung haben.

 

Magen

Der Magen in Form eines aufgeweiteten Schlauches zählt zum Verdauungstrakt. Hier sammelt sich die aufgenommene Nahrung, um vorverdaut und dann schubweise in den Dünndarm weitergeleitet zu werden.

 

Magersucht

Die Magersucht ist eine schwere Störung des Essverhaltens, bei der Betroffene sich weigern, ihr ohnehin schon niedriges Körpergewicht aufrechtzuerhalten.
Schuld daran ist in den meisten Fällen ein gestörtes Körperbild. Die Erkrankten haben extreme Angst zuzunehmen. Trotz des offensichtlichen Untergewichts fühlen sich die Betroffenen zu dick. Die Gewichtsabnahme kann so drastisch sein, dass es zu lebensbedrohlichen körperlichen und psychischen Veränderungen kommt. Schwäche, Herzrhythmusstörungen, verlangsamter Puls und Atem sind die Folge. Äußerliche Merkmale sind neben dem mageren Aussehen oft schlechte Zähne, brüchige Haare und Nägel und unnatürliche Blässe.

Für den Magersüchtigen bedeutet jede Gewichtszunahme einen Kontrollverlust über sein Leben, was er unbedingt vermeiden will. Der einzige Ausweg ist oft weniger zu essen bzw. das Essen wieder zu erbrechen – ein Kreislauf, aus dem die Betroffenen ohne fremde Hilfe nur selten herausfinden. Eine wirksame Therapie zielt daher sowohl auf die psychische Akzeptanz des eigenen Körpers als auch die physische Gewöhnung an normales Essen.

Von der Krankheit sind vor allem junge Mädchen und Frauen betroffen.
Eine von hundert Frauen zwischen 15 und 25 Jahren leidet an Magersucht. Nur fünf Prozent der Patienten sind Männer. Besonders gefährdet sind Menschen, in deren Leben das Gewicht eine besondere Rolle spielt, wie zum Beispiel Models, Balletttänzerinnen oder Jockeys. Hier treibt das vorgegebene Schönheits- oder Gewichtsideal die Menschen in die Sucht.

 

Mammakarzinom

Bei einem Mammakarzinom (Brustkrebs) handelt es sich um einen bösartigen (malignen) Tumor der Brust, der vor allem Frauen betrifft. Nur etwa jeder 100. Betroffene ist ein Mann. Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 57.000 Frauen an Brustkrebs. Brustkrebs gilt damit ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – rund 10 Prozent der Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Als Ursachen werden neben erblichen Risikofaktoren unterschiedliche Umwelteinflüsse und der Lebensstil diskutiert – die genauen Gründe sind noch unbekannt. Behandelt wird der Krebs gewöhnlich nach internationalen Standards mittels Chemo- und Strahlentherapie. Neben der Heilung steht heute der Erhalt der Brust und die Beibehaltung bzw. Wiedererlangung größtmöglicher Lebensqualität im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen. Je früher der Krebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Aus diesem Grunde werben zahlreiche nationale und internationale Programme zur Früherkennung.

Die deutschen Krankenkassen übernehmen zum Beispiel alle zwei Jahre die Kosten für eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie) von gesunden Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren.

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Vor etwa 160 Jahren, genau 1851, erfand der Universalgelehrte Hermann von Helmholtz in Königsberg den Augenspiegel. Dieser Augenspiegel besteht aus einem schräg gestellten, halbdurchlässigen Spiegel mit einer Zerstreuungslinse und einer an der Seite befindlichen Lampe. Mittels dieses Geräts konnte erstmalig das Augeninnere ausgeleuchtet und betrachtet werden.

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„Mit Hitze gegen Prostatakrebs”

Ein neuartiges Verfahren zur Bekämpfung bösartiger Wucherungen der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) ist die gezielte Hitzewellentherapie HIFU (Hoch Intensiv Fokussierter Ultraschall).

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