Ihre Gesundheit

Magersucht

Die Magersucht ist eine schwere Störung des Essverhaltens, bei der Betroffene sich weigern, ihr ohnehin schon niedriges Körpergewicht aufrechtzuerhalten.
Schuld daran ist in den meisten Fällen ein gestörtes Körperbild. Die Erkrankten haben extreme Angst zuzunehmen. Trotz des offensichtlichen Untergewichts fühlen sich die Betroffenen zu dick. Die Gewichtsabnahme kann so drastisch sein, dass es zu lebensbedrohlichen körperlichen und psychischen Veränderungen kommt. Schwäche, Herzrhythmusstörungen, verlangsamter Puls und Atem sind die Folge. Äußerliche Merkmale sind neben dem mageren Aussehen oft schlechte Zähne, brüchige Haare und Nägel und unnatürliche Blässe.

Für den Magersüchtigen bedeutet jede Gewichtszunahme einen Kontrollverlust über sein Leben, was er unbedingt vermeiden will. Der einzige Ausweg ist oft weniger zu essen bzw. das Essen wieder zu erbrechen – ein Kreislauf, aus dem die Betroffenen ohne fremde Hilfe nur selten herausfinden. Eine wirksame Therapie zielt daher sowohl auf die psychische Akzeptanz des eigenen Körpers als auch die physische Gewöhnung an normales Essen.

Von der Krankheit sind vor allem junge Mädchen und Frauen betroffen.
Eine von hundert Frauen zwischen 15 und 25 Jahren leidet an Magersucht. Nur fünf Prozent der Patienten sind Männer. Besonders gefährdet sind Menschen, in deren Leben das Gewicht eine besondere Rolle spielt, wie zum Beispiel Models, Balletttänzerinnen oder Jockeys. Hier treibt das vorgegebene Schönheits- oder Gewichtsideal die Menschen in die Sucht.

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