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Eisstockschießen

Einfaches Prinzip, grandioser Spaß

Zielbereich  @Eisbahn Lankwitz

Zielbereich @Eisbahn Lankwitz

Es begann im 13. Jahrhundert:  Wir befinden uns in Skandinavien. Eine Gruppe junger Leute vertreibt sich die Zeit auf dem zugefrorenen See mit simplem Hin- und Herrutschen auf den alten Lederschuhen.  Der Jüngste aus der Bande nimmt sich zwischenzeitig einen Stein und läßt ihn gekonnt über die Eisfläche schliddern. Sein bester Kumpel greift sich hingegen einen kleinen Stock und versucht, den Stein auf dieselbe rutschende Art zu treffen. Nun fangen alle an, sich dieser lustigen Idee anzuschließen.
Geraume Zeit danach sitzen die Freunde zusammen und überlegen, wie man daraus noch mehr machen kann: Die Idee des Eisstockschießens wird geboren. Ein Stab aus Holz mit großem Holzkörper in Form eines sehr dicken Tellers am Ende befestigt dient somit als Vorläufer des heutigen Eisstockes. Weiterführend schmiedet man noch einen Eisenring um den „Teller“, um so eine bessere Gewichtsverteilung und Stabilität für Zusammenstöße der einzelnen Eisstöcke zu bekommen.

Eisstöcke nach dem Spiezug  @Eisbahn Lankwitz

Eisstöcke nach dem Spiezug @Eisbahn Lankwitz

So oder so ähnlich könnte es damals abgelaufen sein, die ersten Gedanken und die Entwicklung dieses Stocksports. Sicher sind nur die Zeit des 13. Jahrhunderts und der Skandinavische Raum. Doch wie dem auch sei, es hat sich bis zum heutigen Tage doch einiges getan. Bereits um 1900 wurden schon erste kleinere Vereine gegründet, die sich festgelegte Regeln gaben.
1936 – die Zeit der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen sollte dazu dienen, diesen Eissport populärer zu machen. 1951 wurde daraus am selben Ort die erste Europameisterschaft.
Die erste Weltmeisterschaft ließ allerdings noch einige Zeit auf sich warten und wurde erst 1983 in Frankfurt /  Main ausgerichtet. Bis heute ist man bemüht, diesen Sport olympisch zu machen. Doch in Zeiten des Curlings wird es nicht einfach sein, solch einer ähnlichen Sportart zu olympischem Ruhm zu verhelfen. Dabei gibt es doch einige Unterschiede im Vergleich zum Curling. Allein die Art des „Schießens“: Während man beim Curling den klobigen Stein aus sehr geringer Standhöhe ins Gleiten bringt, steht man beim Eisstockschießen aufrecht und schleudert den Eisstock am Körper vorbei in die Richtung des Zielfelds. Man kann diesen Bewegungsablauf etwa mit dem beim Bowling oder Kegeln vergleichen.  Der Zielbereich ist dann im Gegensatz zum Curling quadratisch. Auch die sogenannten „Besen“, welche beim Curling zum Anwärmen des Eises direkt während des Spielzuges genutzt werden, gibt es hier nicht. Als Zielpunkt wird beim Eisstockschießen eine „Daube“ mit 12 cm Durchmesser benutzt. Ein weiterer Unterschied zum Curling ist also, dass jeder Spieler bzw. jede Mannschaft versucht, seinen / ihren Eisstock möglichst nah an die Daube zu bekommen. Man darf die Daube auch berühren und somit vom vorherigen Punkt verschieben. Erst wenn die Daube den Zielbereich verlässt, wird sie zurück auf den Mittelpunkt des Ziels gelegt. Eisstöcke, die den Bereich ebenfalls verlassen, werden auch aus dem Spiel genommen. Soweit kurz die wichtigsten, grundlegenden Regeln.

Mit viel Schwung  @Eisbahn Lankwitz

Mit viel Schwung @Eisbahn Lankwitz

Es gibt beim Eisstockschießen unterschiedliche Gewichtsklassen, die sich zwischen 2,73 kg und 3,83 kg bewegen und, was noch viel interessanter ist, vier unterschiedliche Wettbewerbe.

Der Mannschaftswettbewerb ist die Standardform dieses Sports. Zwei Mannschaften treten gegeneinander im oben beschriebenen Stil an und wer nach 6 Kehren (Durchgängen) die meisten Punkte gemacht hat, gewinnt.

Der Weitenwettbewerb hat mit dem Punktesystem des Mannschaftswettbewerbs keine Gemeinsamkeiten. Hier kommt es auf die Weite an. Sieben Meter Anlauf und einen gepfefferten Schuss des Eisstocks in eine trichterförmige Bahn. Wer am weitesten kommt, gewinnt. Das ist eine unglaublich lustige und heitere Variante des Eisstockschießens.

Speed-icing  @Eisbahn Lankwitz

Speed-icing @Eisbahn Lankwitz

Genauso das „Speed-icing“, auch Schnellwettbewerb genannt. Wie der Name schon sagt, kommt es hier ausschließlich auf die Geschwindigkeit an. Wer kann seinen Eisstock schneller über eine Distanz von 40m schießen? Probiere es aus und Du wirst merken, man wird enorm ehrgeizig, um seinen Gegner schlagen zu wollen.

Die letzte und dem Mannschaftswettbewerb sehr ähnelnde Variante ist der Zielwettbewerb. Dieser ist auch dem Curling etwas ähnlicher, da man hier innerhalb von 4 Durchgängen versucht, seine Eisstöcke möglichst nahe an den Zielmittelpunkt zu bringen. Kreisförmig vom Mittelpunkt ausgehend, bekommt man dann seine Punkte. Vergleichbar mit dem Punktesystem vom Curling oder Darts.

Eisstockschießen kann man entweder auf sehr amüsante und witzige Art mit Freunden, Familie oder Kollegen spielen, oder ganz seriös und professionell im Verein. Entscheide selbst, aber Spaß macht es allemal!

Autor: Oliver Gaertner

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