Ihre Gesundheit
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Rosazea / Rosacea

Unter dem Begriff Rosazea (ältere Bezeichnungen sind Kupferfinnen, Rotfinnen oder Couperose) versteht man eine entzündliche, chronische, in Schüben verlaufende Hauterkrankung, die zumeist ausschließlich das Gesicht betrifft. Die Krankheit manifestiert sich typischerweise im höheren Lebensalter jenseits von 40 Jahren und kann eine erhebliche kosmetische Beeinträchtigung darstellen. Es werden verschiedene Stadien bzw. Schweregrade unterschieden: Bei der frühen oder leichten Form (erythematös) sind betroffene Bereiche der Gesichtshaut gerötet, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand; kleine erhabene Pickel (Papeln) können hinzu kommen.

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Pocken

Die Pocken, auch als echte Pocken (zur Unterscheidung von den vergleichsweise harmlosen Windpocken als Kinderkrankheit) oder altertümlich als Blattern bezeichnet, sind eine lebensgefährliche und hoch ansteckende Infektionskrankheit, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings seit 1980 als ausgerottet bezeichnet wird, da ein weltweites Impfprogramm Wirkung zeigte. Die letzten Erkrankungen wurden in den frühen 70er Jahren registriert.

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Haarausfall (Effluvium capillorum)

Jeder Mensch ist am ganzen Körper behaart, verliert täglich Haare und produziert neue. Während uns die Behaarung am Körperrumpf sowie an Armen und Beinen meist wenig interessiert, ja oftmals gar als störend empfunden und regelmäßig rasiert wird, richtet sich auf die Kopfbehaarung unsere volle Aufmerksamkeit. Volles, glänzendes, „gesund“ aussehendes Haupthaar gilt in vielen Kulturen als wichtiges Schönheitsideal, schüttere Behaarung wird mit Mangel, Alter und Krankheit assoziiert. Es ist zwar richtig, dass der Verlust der Kopfbehaarung ein Symptom verschiedener Krankheiten sein kann; der Haarausfall selbst ist jedoch kein medizinisches, sondern ein primär kosmetisches Problem – womit nicht verharmlost werden soll, dass das Selbstbild / Selbstwertgefühl der Betroffenen ganz erheblich unter dem Haarverlust leiden kann. Somit besteht auch eine wichtige psychologische bzw. soziale Komponente.

Der Mensch trägt normalerweise um die 100.000 Kopfhaare mit sich herum, die genaue Anzahl kann je nach Herkunft, Haarfarbe und -Dicke zwischen 90.000 (rötlich, dick) und 150.000 (blond, fein) Haaren schwanken. Da der Haarwuchs in einem fortwährenden Erneuerungsprozess steht (ein Kopfhaar wird maximal 4-6 Jahre alt) ist es auch völlig normal, dass täglich Haare ausfallen, so wie die aktiven Haarwurzeln ständig wieder neue Haare bilden. Viele wissen auch nicht, dass der sichtbare Teil des Haares lediglich totes Horngewebe ist, der biologisch aktive Prozess des Haarwuchses findet nur in der Haarwurzel statt. In diesem ständigen Werden und Vergehen gilt ein Verlust von bis zu 100 Kopfhaaren täglich als normal, manche Quellen nennen auch größere Zahlen. Wann man im individuellen Fall von erhöhtem Haarausfall sprechen kann, hängt davon ab, wie aktiv der Erneuerungsprozess läuft. So kann jemand ständig viele Haare verlieren und trotzdem volles Kopfhaar haben, während ein Anderer nur ganz wenige Haare im Kamm findet und dennoch ein Haarverlust am Kopf sichtbar ist, einfach deshalb, weil die Neubildung stark reduziert ist.

Der sehr allgemeine Begriff des Haarausfalls ist wenig geeignet, die Ursache(n) in jedem individuellen Fall einzugrenzen, denn es gibt eine Fülle von möglichen Gründen für zeitweiligen, permanenten, regional begrenzten oder diffus verteilten Verlust der Kopfbehaarung. Da bisher längst nicht alle Ursachen und Wirkmechanismen genau bekannt sind -hinzu kommt oft irrationales, ja panisches Verhalten der Betroffenen- wuchert hier ein ganzer Wirtschaftszweig an wundersamen Heilmethoden und Mittelchen: Medikamente, Kosmetika, Geräte, Heiler etc. Leider sind die allermeisten Mittel und Methoden nach wissenschaftlichen Kriterien absolut wirkungslos, wie u.a. Stiftung Warentest in mehreren Untersuchungen feststellte. Wenn Einzelne von phantastischen Heilerfolgen berichten, wird deren positives Denken dazu maßgeblich beigetragen haben.

Das bisher Gesagte soll aber keinesfalls den Anschein erwecken, dass man gegen Haarausfall generell nichts machen könne. Dem ist natürlich nicht so. Der richtige Ansprechpartner ist der Facharzt für Dermatologie, denn die Körperbehaarung fällt in dieses medizinische Aufgabenfeld. Die Kunst des Mediziners besteht nun darin, durch Befragung zu Vorgeschichte und Lebensgewohnheiten des Patienten sowie durch verschiedene Blut- und ggfs. genetische Untersuchungen die Fülle an möglichen Ursachen für den Haarverlust einzugrenzen: Liegt eine Grunderkrankung (z.B. Stoffwechsel- oder Hormonstörung, Diabetes, Morbus Crohn etc.) vor, wie ist die familiäre Disposition, welche Medikamente werden gerade eingenommen, bestehen Mangelerscheinungen? Auch das Geschlecht und Alter spielt eine maßgebliche Rolle, denn die Formen und Ursachen des Haarausfalls bei Frauen und Männern können völlig verschieden sein. Erst wenn die Ursachenvielfalt und Art des Haarausfalls klar eingegrenzt sind, kann mit exakt auf diesen Fall abgestimmten Medikamenten und unterstützenden Maßnahmen versucht werden, dem Haarverlust entgegen zu wirken. Die angesprochene Vielfalt an möglichen Ursachen und daran orientierten Behandlungswegen macht es uns im Rahmen dieser Kurzvorstellung des Krankheitsbildes unmöglich, sie alle detailliert aufzulisten und zu erläutern. Daher hier nochmals unsere Empfehlung: Wenn Sie der Meinung sind, übermäßig viel Haupthaar zu verlieren, machen Sie sich nicht verrückt, sondern suchen Sie den vertrauensvollen Dialog mit dem Facharzt. Viele Dermatologen und Kliniken bieten als Interessenschwerpunkt explizit eine Haarsprechstunde an.

 

Herpes

Der Begriff Herpes ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Krankheitsbilder, die durch Viren der Herpes-Simplex-Gruppe verursacht werden. Für die meisten Erkrankungen sind Herpes-Simplex-Viren vom Typ 1 (Kürzel: HSV-1) und 2 (HSV-2) verantwortlich. Die Viren haben weltweite Verbreitung, fast 90 Prozent der Weltbevölkerung sind mit Herpesviren infiziert. Die Weitergabe bzw. Ansteckung erfolgt meist schon im Kleinkindalter durch Übertragung von der Mutter zum Kind oder im Erwachsenenalter beim Geschlechtsverkehr.

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Gürtelrose (Herpes zoster)

Herpes zoster ist keine Hautkrankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine durch Viren ausgelöste Nervenerkrankung, die sich neben anderen Symptomen wie Schwellungen und z.T. starken Schmerzen auch durch eine roten, bläschenförmigen Hautausschlag bemerkbar macht (manifestiert). Auslöser der Krankheit ist dasselbe Virus, welches für das Krankheitsbild der Windpocken im Kindesalter verantwortlich ist, nämlich das zur Familie der Herpesviren gehörende Varizella-Zoster-Virus (VZV).

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Altersflecken (Lentigo senilis)

Die so genannten Altersflecken sind, medizinisch betrachtet, eine Pigmentstörung bzw. Pigmentansammlung in der Oberhaut, ähnlich wie Sommersprossen, Leberflecke und Muttermale. Die Flecken sind hell- bis mittelbraun, flach, von unregelmäßiger Form und scharf begrenzt. Sie bilden sich durch die vermehrte Einlagerung des Pigmentstoffs Lipofuszin in Körperregionen, die jahrzehntelang häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt waren, also üblicherweise im Gesicht sowie auf den Handrücken und Unterarmen.

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Akne (Akne vulgaris)

Unter dem Begriff Akne versteht man eine häufige Hauterkrankung, die typischerweise durch hormonelle Veränderungen im zweiten Lebensjahrzehnt (Beginn der Pubertät) verursacht wird, sehr unterschiedliche Ausprägungen und Schweregrade zeigen kann, um in der Regel im dritten Lebensjahrzehnt wieder abzuklingen. Nahezu alle Heranwachsenden zeigen Aknepickel, zeitweilig oder lang andauernd, in milder bis schwerer Form.

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