Ihre Gesundheit

Harnröhre


Als letzter Teil der ableitenden Harnwege stellt die Harnröhre (Urethra) die Verbindung zwischen der Harnblase und der Außenwelt dar. Die Harnröhre des erwachsenen Mannes ist etwa 20 cm lang und mündet in der Penisspitze der Eichel (Glans penis). Da die Röhre beim Mann nicht nur dem Urin-, sondern auch dem Samentransport dient, wird sie auch als Harnsamenröhre bezeichnet. Die weibliche Harnröhre misst nur etwa 4 cm und führt an der Grenze der Vagina zu deren Vorhof nach außen. Bei beiden Geschlechtern ist der erste Abschnitt der Harnröhre, gleich unterhalb der Harnblase, an der Durchführung des Beckenbodens, vom Schließmuskel umgeben, mit dem die willentliche Kontrolle des Wasserlassens ermöglicht wird. Zu Funktionsstörungen der Blasenkontrolle (Harninkontinenz) siehe den Artikel zur Harnblase.

Die Schleimhautentzündung der Harnröhre (Urethritis) geht mit typischen Symptomen wie Brennen beim Wasserlassen und Juckreiz, eitrigem Ausfluss sowie erschwertem Wasserlassen (Dysurie) bzw. häufigem Wasserlassen (Pollakisurie) einher. Grundsätzlich wird zwischen der spezifischen Harnröhrenentzündung (Gonorrhoe oder Tripper) und der unspezifischen Harnröhrenentzündung, die von verschiedenen Erregern (z.B. E.coli oder Chlamydien) verursacht werden kann, unterschieden. Die meisten Fälle der Entzündung stehen im Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr. Bei bestimmten Formen der Entzündung (atrophische Urethritis) kann das entzündete Gewebe beim Heilungsprozess vernarben und verhärten. Es bleibt eine dauerhaft verengte Harnröhre zurück (Harnröhrenstriktur), die ggfs. operativ korrigiert werden muss. Derartige Verengungen der Harnröhre bilden sich häufig auch nach operativer Entfernung der männlichen Prostata. Entzündet sich zusätzlich zur Schleimhaut der Harnröhre auch das sie umgebende Bindegewebe, spricht man von einer Periurethritis. Auch eine Harnröhrenverletzung durch mechanische Einwirkung (Katheterisierung oder bestimmte Sexualpraktiken) hat häufig eine Entzündung zur Folge. Frakturen des Beckens können ebenso den ersten Abschnitt der Harnröhre in Mitleidenschaft ziehen. Schließlich kann auch ein Biegetrauma des Penis während des Geschlechtsverkehrs die Harnröhre mit verletzen.

Kommentar verfassen

Video der Woche

„Rheumadiagnostik”

17_Rheuma-Labor

Rheumatische Erkrankungen betreffen nicht nur den Bewegungsapparat sondern oftmals auch innere Organe, das Nervensystem, die Augen und die Haut. Eine umfassende apparative Diagnostik unter Einsatz leistungsfähiger, den Patienten möglichst wenig belastender Methoden ist daher eine wichtige Aufgabe der internistischen Rheumatologie und klinischen Immunologie.

zum Video >>

„Verletzungen am Sprunggelenk”

Verletzungen-am-Sprunggelenk

Zum Start der Sportsaison treten leider auch Verletzungen auf. Auf häufigsten treten Verletzungen am Sprunggelenk auf. Dr. Ulrich Schleicher, Arzt für Orthopädie und Teamarzt von Hertha BSC Berlin, erläutert einige Verletzungsarten, die die Bänder, genauer die Außenbänder, betreffen. Des Weiteren gibt er einige Tipps zur Prävention.

zum Video >>

„Mit Hitze gegen Prostatakrebs”

42_Prostatakrebs

Ein neuartiges Verfahren zur Bekämpfung bösartiger Wucherungen der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) ist die gezielte Hitzewellentherapie HIFU (Hoch Intensiv Fokussierter Ultraschall).

zum Video >>