Ihre Gesundheit

Vitamin B1 (Thiamin)

Das Vitamin B1, internationale Bezeichnung Thiamin, gehört zu den ersten entdeckten und isolierten Vitaminen und ist namensgebend für diese Gruppe der Nährstoffe.
Entdeckt wurde es 1926 von Casimir Funk, einem polnischer Chemiker, während seiner Forschung zur Beri- Beri- Krankheit.
Wegen der enthaltenen Aminogruppe (Stickstoff in Verbindung mit zwei Sauerstoffmolekülen) führte er damals das –Kunstwort: Vitamin ein. Vita steht dabei für das Leben und Amine sind die Abkömmlinge des Ammonikas NH3.

Vitamin B1 © concept w - Fotolia.com

Vitamin B1 © concept w - Fotolia.com

International ist Vitamin B1 als Thiamin bekannt, dieser Name weist darauf hin, dass das Vitamin ein Molekül Schwefel enthält. Thia ist in der Chemie ein Präfix für schwefelhaltige Verbindungen.

In früherer Zeit wurde Thiamin auch als Aneurin bezeichnet, eine Abkürzung für antineuritisches Viatmin, da VitaminB1- mangel eine Nervenentzündung (Neuritis) hervorrufen kann.
Im Volksmund wird es heute auch Stimmungsvitamin genannt, da sich ein Mangel mit Reizbarkeit und Depressionen äußern kann.
Die empfohlene Zufuhrmenge an Vitamin B1 beträgt ca. 1mg/ Tag. Dabei ist zu beachten, dass der Bedarf mit erhöhter Energiezufuhr steigt. Die Absorption (Aufnahme) des Vitamins wird aktiv über Transportmechanismen im Darm geregelt. Der Mensch kann täglich oral ca. 9-16mg Vitamin B1 aufnehmen. Ab einer Zufuhr von 6mg wird die Absorption gedrosselt, so dass nur noch 5- 10% des zugeführten Vitamins aufgenommen wird. Nach der Absorption wird es in der Leber in Thiamindiphosphat (TDP), die aktive Form, umgewandelt.
In Form von TDP wird es vor allem in Gehirn, Leber, Niere, Skelett- und Herzmuskulatur gespeichert.
Bis zu 25-30mg kann der menschliche Körper in diesen Organen speichern.

Es wird überwiegend als Coenzym für den Ernergiestoffwechsel benötigt, was bedeutet, dass es u.a. dafür verantwortlich ist, dass dem Körper aus der Nahrung Energie zur Verfügung gestellt wird. Aber auch im Nervensystem hat es eine unentbehrliche Funktion, als Teil von Neurotransmittern ist es dafür verantwortlich, dass Reize zwischen den Nervenzellen übertragen werden.
Ein Mangel an Vitamin B 1 zeigt sich z.B. durch Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche, in einem gestörter Kohlenhydratstoffwechsel und einer Übersäuerung des Blutes (Azidose). Bei anhaltendem Mangel treten Symptome wie neurologische Ausfälle, Depressionen, Ödeme sowie Skelettmuskelschwund und Herzmuskelschwäche auf, die kenzeichnenden Symptome der Beri- Beri- Krankheit.

In Deutschland tritt ein manifestierter Mangel an Vitamin B1 jedoch selten auf. Vitamin B1 kommt in geringen Mengen in fast allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Besonders reich sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und mageres Fleisch. Menschen, die säurebildende Medikamente einnehmen, sollten jedoch beachten, dass diese die Aufnahme von Vitamin B1 mindern können. Auch Alkohol trägt zur einer verminderten Absorption bei und fördert zudem die Ausscheidung des Vitamins.
Überdosiert kann Vitamin B1 praktisch nicht werden, da es zu den wasserlöslichen Vitaminen gehört, welche nur in geringen Mengen im Körper gespeichert werden. Selbst bei 200facher Zufuhr der empfohlenen Tagesdosis wurden bisher keine Nebenwirkungen entdeckt.

Kommentar verfassen

Ernährung

„Was der Mensch isst, das ist er !”

Äpfel = Zahnpflege? © Albert Schleich - Fotolia.com

Der langsame, inaktive Darm ist eine der weitest verbreiteten und dennoch viel zu wenig beachteten Übel unserer Zeit. Besonders bekannt ist die Verstopfung. Im Allgemeinen tritt diese Erscheinungsform bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Und das ist um so schwerwiegender, da der Darm für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit eine umfangreiche Aufgabe zu erfüllen hat.

zum Video >>

„Gesundheitsfördernde Wirkung von Schokolade?”

Benjamin-Thorn pixelio.de

Immer wieder werden Genussmittel wie Schokolade, Rotwein und Tee als gesundheitsfördernd bei Herz- Kreislauf- Erkrankungen genannt, doch was steckt dahinter?
Bei Schokolade uns Rotwein sind solche Aussagen mit Vorsicht zu genießen.
Tatsächlich enthalten sie eine nennenswerte Menge an gesundheitsfördernden Flavonoiden.

zum Video >>

„Rheinische Schnippelbohnensuppe”

W.R. Wagner - pixelio.de

Im Herbst wenn es wieder kalt und ungemütlich wird, fängt die Zeit der Suppen und Eintöpfe an. Was schmeckt da besser wenn man durchnässt nach Hause kommt als ein warmer reichhaltiger Eintopf. Unsere Empfehlung für diesen Monat „Rheinische Schnippelbohnensuppe“.

zum Video >>