Hier geht es zum GewinnspielGewinnspiel
Ihre Gesundheit

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeit sind nicht dasselbe!

Hier geht es um die zahlreichen unerwünschten Reaktionen, die nach dem Verzehr von Lebensmitteln auftreten können. Es wird zumeist zwischen einer Lebensmittelallergie und der nicht allergischen Unverträglichkeit (z.B. Lebensmittelintoleranz bzw. Pseudoallergie) unterschieden.

© Stefan Körber - Fotolia.com

© Stefan Körber - Fotolia.com

Eine Allergie liegt vor, wenn das körpereigene Immunsystem auf eigentlich harmlose Lebensmittel wie z. B. Hühnerei mit einer Überreaktion des Immunsystems reagiert. Genauer gesagt reagiert das Immunsystem auf ein oder mehrere in dem Nahrungsmittel enthaltene Proteine. Es wird ein Antikörper (Immunglobulin E, kurz IgE) gegen diese Proteine gebildet. Dies kann zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und zum Anschwellen des Mund- und Halsbereichs bis hin zu Atemnot führen. Weitere häufige Symptome sind Hautirritationen wie Juckreiz oder Ausschlag. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, der zu Herz- und Atemstillstand führen kann.

Allergien können mit wissenschaftlich anerkannten Haut- und Bluttests festgestellt werden.

Häufigste Allergieauslöser in Deutschland sind Milch, Ei, Fisch, Soja, Nüsse, rohes Obst und Gemüse (z.B. Sellerie), Gewürze (z.B. Senf) und Getreide (z.B. Weizen). Weitere deklarationspflichtige Allergene sind Erdnüsse, Krebs- und Weichtiere, Lupinen, Sesam, Sulfite und Schwefeldioxid. Bei Allergien ist es für den Betroffenen interessant zu wissen, gegen welches Protein in dem Nahrungsmittel die Allergie besteht, da einige Allergene durch bestimmte Zubereitungsformen wie z.B. Erhitzen ihr allergenes Potential verlieren und somit unbedenklich für den Betroffenen sind.

Nüsse

Nüsse © Krzysiek z Poczty - Fotolia.com

Eine Lebensmittelunverträglichkeit kann auch durch Kreuzallergien hervorgerufen werden. Dabei reagiert der Körper bei einer bestehenden Allergie (z.B. gegen Pollen oder Hausstaubmilben) auf Lebensmittel, die Inhaltsstoffe mit einer ähnlichen Eiweißstruktur wie das eigentliche Allergen besitzen, ebenfalls mit einer allergischen Reaktion. Die Reaktion auf das Lebensmittel kann sich dabei anders äußern als die auf das eigentliche Allergen. Besonders häufig kommen pollenassoziierte Lebensmittelunverträglichkeiten bei Allergien gegen Birkenpollen vor, Betroffene reagieren oft auch auf Äpfel, Erdbeeren und Nüsse.

Häufiger als Allergien kommen die nicht allergischen Unverträglichkeiten vor. Auch hier reagiert der Körper auf bestimmte Inhaltsstoffe eines Lebensmittels, allerdings ist das Immunsystem hier nicht beteiligt. Am bekanntesten ist die Laktoseintoleranz. Bei dieser Unverträglichkeit fehlt dem Körper das zur Verdauung notwendige Enzym Laktrase, das für den Abbau des in Milchprodukten vorkommenden Milchzuckers (Laktose) zuständig ist. Laktose wird in diesem Fall nicht oder nur unvollständig verdaut, was u.a. zu Beschwerden des Magen-Darmtraktes führen kann.

Eier und Milch @ Marshi

Andere häufig auftretende Unverträglichkeiten bestehen gegen Gluten (ein Protein, das in den meisten Getreidesorten enthalten ist), Fruktose (Fruchtzucker) und Histamin (biogenes Amin, das in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt). Bei Unverträglichkeiten ist es von Mensch zu Mensch verschieden, ab welcher Menge Symptome auftreten; die Symptome sind ähnlich wie bei den Allergien, aber in der Regel nicht direkt lebensbedrohlich.

Zurzeit gibt es in Deutschland 14 deklarationspflichtige Lebensmittelallergene, deren Vorkommen auf verpackter Ware angegeben sein muss (z.B. ‚enthält Gluten‘ oder ‚kann Spuren von Erdnuss enthalten‘). Mit dem Beschluss der EU- Kommission vom 22. November 2011 (Verordnung Nr. 1169/2011) müssen künftig auch nicht verpackte Lebensmittel (z.B. im Restaurant) eine derartige Allergenkennzeichnung aufweisen, was für alle Betroffenen sicher eine große Erleichterung darstellen wird.

Kommentar verfassen

Ernährung

„Die 2. Winterhälfte (Teil 2)”

Wirsingkohl - grün und gesund

Haben Sie das schon gewusst ?
Bei sonnigem Wetter in der schönen Jahreszeit empfängt der Mensch eine Lichtstrahlung von 1000.000 Lux.
An sonnenlosen Wintertagen beträgt die Einstrahlung nur 1.500 Lux, in der Wohnung sogar nur 500 Lux.
Es macht wenig Sinn, gegen die bekannte Winterdepression Medikamente einzunehmen.

zum Video >>

„Brainfood”

brainfood

Wer seine Knochen, seinen Darm oder das Herz gesund halten will, kann auch beim Essen etwas tun. Wie sieht es aber mit dem Kopf aus? Kann man sich schlau essen? Diese Frage taucht häufig auf, wenn es um Nahrungsmittel, wie Nüsse, Studentenfutter und Traubenzucker geht. IGTV wollte näheres erfahren und hat Frau Laura Gross, Ernährungswissenschaftlerin der Verbraucher Initiative e. V. befragt.

zum Video >>

„Vitamin D (Calciferol)”

© Tim UR - Fotolia.com

Vitamin D, das auch unter dem Namen: Sonnenvitamin bekannt ist, kann in beträchtlichen Mengen vom menschlichen Körper selbst synthetisiert werden und ist somit per Definition gar kein richtiges Vitamin. Der Mensch produziert etwa 90% des benötigten Vitamins selbst. Das dafür benötigte Provitamin (die Vorstufe) kommt gemeinhin reichlich in der Haut vor und wird durch die UV-B Strahlen der Sonne zu Vitamin D3 umgewandelt. Über das Blut gelangt das noch inaktive Vitamin zur Leber, in der es zu Calcidol umgewandelt und teils auch gespeichert wird. Aktiviert wird das Vitamin bei Bedarf in der Niere: die aktive Form heißt Calcitriol. Auch weitere Zellen und Organe sind wahrscheinlich zur Aktivierung fähig.

zum Video >>