Ihre Gesundheit

Welt-Nichtrauchertag
positive Entwicklung bei Erwachsenen – erschreckende Entwicklung bei Jugendlichen

31.05.10 Berlin:
Die Anzahl der Raucher bei Erwachsenen nimmt stetig ab. Das erlassene Rauchverbot scheint seine Wirkung zu zeigen.

31.05.10 Berlin:

Die Anzahl der Raucher bei Erwachsenen nimmt stetig ab. Das erlassene Rauchverbot scheint seine Wirkung zu zeigen.

Die Tabakindustrie versucht diesem Trend entgegen zu wirken. Sie versucht durch coole Typen und schicke Mädchen die Jugend anzusprechen. Ein weiterer sehr gefährlicher Trend stellt das Konsumieren von Wasserpfeifen dar. Annähernd 40% der 12 bis 17 jährigen Jugendlichen haben bereits Erfahrungen mit einer „Shisha“, 12,5% rauchen regelmäßig.

Shisha = Giftstoff?    © WoGi - Fotolia.com

Shisha = Giftstoff? © WoGi - Fotolia.com

Wir haben die Pneumologen Dr. Oliver Noga und PD Dr. Matthias Krüll nach den Gesundheitsschäden und Suchterscheinungen bei dem Konsum einer Wasserpfeife befragt:

Welche Gesundheitsschäden und Suchterscheinungen können bei dem Konsum einer Wasserpfeife auftreten?

Es gibt keine Unterschiede in den Wirkungen und Nebenwirkungen des inhalativen Tabakrauchens bei Zigaretten oder Shisha. Der Nikotin- und Schadstoffgehalt ist bei dem Rauchen einer Shisha allerdings deutlich höher und entspricht ca. einer halben Packung Zigaretten. Langfristig kommt es zu den typischen Nikotin-assoziierten Veränderungen der Bronchien und Lunge (chronisch Bronchitis, COPD, Lungenkrebs).

Welche Rolle spielt bei dem Empfinden der gekühlte Rauch?

Durch Kühlung und Aromatisierung wirkt der Rauch weniger reizend und kann daher tiefer inhaliert werden, insgesamt muss daher davon ausgegangen werden, dass die Schadstoffdeposition noch deutlich erhöht wird.

Nikotinrauch = Belästigung für die Umwelt?       © Celeste-RF - Fotolia.com

Nikotinrauch = Belästigung für die Umwelt? © Celeste-RF - Fotolia.com

Wie wirkt Nikotin auf den jugendlichen Organismus?

Nikotin ist eine Substanzen mit dem größten Suchtpotential. Dies ist insbesondere im jugendlichen Alter zur Entwicklung einer psychischen und physischen Abhängigkeit bedeutend, die Schäden entstehen eher durch den langfristigen Gebrauch, welcher sich schlimmer auswirkt, je früher mit dem Rauchen begonnen wird. Aktives Rauchen sowie Passivrauchen erhöhen die Rate an unterschiedlichen pulmonalen Erkrankungen, daher gilt die Empfehlung, dass Kinder und Jugendliche vor Rauch und Passivrauch geschützt werden sollen, dies gilt insbesondere auch im elterlichen Haushalt.

Wo können sich interessierte Jugendliche und Eltern hinwenden?

Ansprechpartner sind die behandelnden Lungenfachärzte, in bezug auf Suchtprävention auch die entsprechenden Abteilungen der Krankenkassen oder Beratungsstellen des Bundes.

www.rauchfrei.de/shisha.htm

www.aktiv-rauchfrei.de/aktuell/verschiedenes/922

Für weitere Informationen stehen Ihnen auch unsere Experten unter:

www.pneumologie-berlin.de

zur Verfügung.

Interview: JK

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