Hier geht es zum GewinnspielGewinnspiel
Ihre Gesundheit

Mehr Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit!

Die neue Bundesregierung sucht verzweifelt nach neuen Finanzierungsmodellen für unser bestehendes Gesundheitswesen. Dabei lassen sich Ungerechtigkeiten nie ganz vermeiden. In der Regel trifft es die Armen oder die Alten. Langfristig dürfte jedoch nur eine Lösung taugen eine Krankenversorgung auf hohem Niveau zu gewährleisten: eine robuste Gesundheit!

Ganz gleich wie die neue Bundesregierung mit der Gesundheitsreform und dem im letzten Jahr eingeführten Gesundheitsfond umgehen wird – eines ist offensichtlich: ein »Weiter-wie-Bisher« kann es nicht mehr geben. Es wird angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft immer schwieriger wenn nicht gar unmöglich, unser auf Generationengerechtigkeit beruhendes Sozialsystem aufrecht zu erhalten.
Die neue Bundesregierung diskutiert deshalb wieder alternative Finanzierungsmodelle. Von Kopfpauschale und Bürgerversicherung in der Krankenversicherung ist die Rede, die Pflegeversicherung soll ganz oder teilweise privatisiert, die Rente überdacht werden. Egal wie die »Lösungen« aussehen werden – ohne eine von den Betroffenen als ungerecht empfundene Umverteilung und mehr ideelle und finanzielle Eigenverantwortung kann es nicht gehen. Die Zuzahlungen für Medikamente sind hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Diät oder Schlemmen
Für unsere Gesundheit sind wir zu großen Teilen selbst verantwortlich. Wenn wir berücksichtigen, dass rund 80 Prozent unserer gesundheitlichen Beschwerden den so genannten Zivilisationskrankheiten zuzuordnen sind, die in den meisten Fällen durch gesunde Lebensweise zu verhindern wären, ist der Gedanke, dass nicht mehr die Gemeinschaft für das ungesunde Verhalten Einzelner haften kann, gar nicht mehr so abwegig. Auf keinen Fall ist der medizinischer Fortschritt, der letztlich mitverantwortlich ist, dass wir heute immer länger und besser leben, für alle zu finanzieren. Es liegt also weitestgehend bei jedem Einzelnen, ob er selbst seine Lebensgewohnheiten so ändert, dass er möglichst gesund und selbst bestimmt älter wird oder ob er darauf vertraut, dass später eine bislang unbekannte Geldquelle für die Schulden aufkommt, die wir heute machen.

»Wir stehen vor der ehrlichen Erkenntnis, dass die Vollkaskomentalität, die sich in dem Gesundheitswesen der Bundesrepublik Deutschland etabliert hat, nur noch bedingte Zeit auf dem jetzt geltenden Niveau aufrecht zu erhalten ist.« formulierte Dr. Rolf Koschorreck, MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, auf einer Pressekonferenz im Oktober 2008.
Tatsächlich erwarten viele Patienten, dass sie allumfassend, ganzheitlich, kompetent, unverzüglich, zuvorkommend und zudem noch kostenlos bzw. zuzahlungsfrei behandelt werden. Bei jedem technischen Gerät verliert man bei »unsachgemäßem Gebrauch« die Garantie und zahlt die Reparatur oder Neuanschaffung aus eigener Tasche. Bei gesundheitlichen Beschwerden, die in vielen Fällen vermeidbar sind, soll aber die von der Gemeinschaft finanzierte Krankenversicherung aufkommen. Verlangt die Politik bzw. der Arzt eine Beteiligung an den entstehenden »Reparaturkosten« wird schnell die ganze Medizinerschafft als raffgierig bezeichnet. Dabei geht es hier vor allem um eine Mitverantwortung der Patienten für ihre Gesundheit. Und diese Mitverantwortung drückt sich heute – wenn schon nicht in gesundheitsförderlichem Verhalten – dann in finanziellen Zuzahlungen aus.

Für alle preiswerter wäre in jedem Fall, gar nicht erst krank zu werden. Man muss nicht Betriebswirt sein um zu begreifen, dass man im Krankheitsfall auch privat finanzielle Verluste hat, weil man weniger verdient, den Arbeitsplatz riskiert, Geld für Medikamente und Heilmittel ausgibt, zusätzliche Fahrtkosten für den Weg in Arztpraxis und Klinik hat, für Pflege aufkommen muss, bei Abwesenheit von zu Hause mehr Geld für Alltäglichkeiten ausgibt und bei bleibenden Gesundheitsschäden das ganzes Leben auf die neue Situation einstellen muss, was bei Hilfsmitteln und Assistenzsystemen anfängt und bei Wohnungsumbau oder Umzug nicht aufhört.
Aber auch die immaterielle Seite von Krankheit ist nicht zu unterschätzen: Man fühlt sich in der Regel einfach krank und »beschissen«, hat Schmerzen, ist in seinem Leben zumindest kurzzeitig beeinträchtigt, verliert vielleicht den Kontakt zu anderen und ist auf Hilfe angewiesen. Es gibt also viele gute Gründe, selbst in seine Gesundheit zu investieren – und es gibt viele gute Möglichkeiten sich nachhaltig, gesund zu verhalten und dabei sogar Geld zu sparen und Spaß zu haben. Probieren Sie es aus! Es lohnt sich!

[Text: SW, Foto: © Kokhanchikov | fotolia]

Ein Kommentar zu “Mehr Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit!”

  • Franz Josef Neffe sagt:

    Im Grunde müsste man doch jeden nur mit seinen Gesundheitskräften im Gespräch bleiben lassen: Frage – Antwort – dann könnte das mit der Ver-ANTWORTung ganz praktisch funktionieren.
    Dann dürfte man uns aber auch von klein auf nicht darauf dressieren, ständig unser DU MUSST zu perfektionieren, dann sollte man uns – wie in der Ich-kann-Schule – mit unserem ICH-KANN gut kommunizieren lassen. Und für die gute Kommunikation mit dem ICH-KANN braucht es nicht Be-Lehrer sondern VORBILDER.
    Gesundheit kann nicht herbeigedrückt werden aber mit SOGwirkung kann man dafür sorgen, dass sie wächst und sich aufrichtet und stark wird. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

Kommentar verfassen

Video der Woche

„Reflux bei Kindern – Therapieansätze”

44_Reflux_Kinder

Die Refluxerkrankung kann bei Kindern in der schlimmsten Form zum Nierenversagen führen. Um Kindern eine Dialyse zu ersparen existieren drei Therapieansätze, die uns PD Dr. Karin Riebe im Filmbeitrag erläutert.

zum Video >>

„Ein einfaches Schulbrot?”

Ein-einfaches-Schulbrot

Die Sommerferien sind vorbei und die „Kleinen“ dürfen wieder in die Schule gehen. Jede Mutter, bzw. jeder Vater steht nun wieder vor der Frage: „Was gebe ich meinem Kind mit? Ein einfaches Schulbrot? Muss Obst unbedingt dabei sein, auch wenn mein Kind kein Obst ist? Diese Fragen und alle weiteren zu diesem Thema beantwortet uns die Ernährungswissenschaftlerin Laura Gross von der Verbraucher Initiative e. V..

zum Video >>

„Warzen”

warzen

Die Warzen, genauer die Viruswarzen (Verrucae) zählen zu den häufigsten Erkrankungen in der Dermatologie. Aktuell sind mehr als 60 Virusarten bekannt, die eine Warzenbildung hervorrufen können. Menschen mit empfindlicher Haut neigen zur Warzenbildung, wobei gerade Kinder und Jugendliche am häufigsten betroffen sind.

zum Video >>