Ihre Gesundheit

Ernährung und Schlaf

Schlaf und Ernährung haben eins gemeinsam, sie sind beide essentiell für das Wohlbefinden und Überleben von Menschen. Doch trotz der großen Bedeutung beider sind die Wechselwirkungen bisher wenig erforscht.

Viele kennen das: am Morgen haben wir Hunger und können erst nach einem ausgiebigen Frühstück gut in den Tag starten. Andererseits kann eine üppige Mahlzeit am Mittag oder Abend aber auch müde machen. Das liegt daran, dass vermehrt Energie für die Verdauungsarbeit geraucht wird. Das Blut des Körpers transportiert den Sauerstoff vermehrt zu den Bauchorganen. Nach schwer verdaulichen Speisen, die viel Fett enthalten ist der Effekt besonders zu spüren.

Alle höheren Lebewesen unterliegen dem Tag-Nacht-Rhythmus. Im Laufe der Evolution hat der Mensch sich so entwickelt, dass alle Aktivitäten, wie eben auch Schlafen, Essen, und Nahrungsbeschaffung und –Zubereitung, innerhalb eines ungefähr 24 Stunden-Rhythmus erledigt werden. Über den Licht-Dunkel-Wechsel werden bestimmte Gene aktiviert, die als innere Uhr dienen. Im Gehirn befinden sich die meisten dieser Gene, aber es wird auch vermutet, dass andere Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse einem eigenen Rhythmus folgen.

schlafende frau

Neben dem Licht-Dunkel-Wechsel beeinflussen auch Hormone den Schlaf-Wach-Rhythmus Das Hormon Melatonin spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es ist auch bekannt als das Schlafhormon.
Melatonin macht müde und leitet die Tiefschlafphase ein, ist aber auch bei der Freisetzung des Insulin beteiligt und beeinflusst Prozesse wie die Nierenfunktion und den Blutdruck.
Melatonin wird aus Serotonin gebildet, beide werden im Gehirn synthetisiert, wofür es die Aminosäure Tryptophan benötigt. Diese wiederum kann die Bluthirnschranke nur überwinden, wenn ihr Glucose zur Verfügung steht, um Glucose aufnehmen zu können, bedarf es wiederum Insulin.
Lebensmittel, die Tryptophan enthalten, können somit schlaffördern wirken, wenn genug Glukose zur Verfügung steh. Tryptophanreich sind u.a. Cashewkerne, Edamerkäse und Sojabohnen.

Neben Melatonin spielt auch das Leptin eine Rolle für die Wechselwirkung von Schlaf und Ernährung. Leptin ist ein Hormon, welches für das Sättigungsgefühl verantwortlich ist. Es wird von den Fettzellen des Körpers gebildet und stimuliert zum einem appetitzügelnde Botenstoffe und zum anderen reguliert es die Bildung von appetitanregenden Stoffen. Bei Schlafentzug wird die Produktion von Leptin gedrosselt, dafür bildet der Körper mehr von dem Hormon Grehelin, welches für unser Hungergefühl zuständig ist. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass parallel zum Anstieg der Personen mit Übergewicht, die Schlafdauer gesunken ist.

Neben Melatonin und Leptin spielt auch der Neurotransmitter Orexin eine Rolle. Hier wirkt sich die Ernährung auf den Neurotransmitter aus. Orexin selbst vermittelt Aktivität, Unruhe und Appetit. Während Hungerphasen wird Orexin besonders gefördert und führt zu Appetit. Glucose im Blut bzw. in der Hirnflüssigkeit kann an die Orexin-Nervenzellen andocken und somit kann keine Erregung der Nervenzellen weitergeleitet werden, warum nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit ein Gefühl von Sättigung und Schläfrigkeit einsetzt. Dagegen kann ein Verdauungsspaziergang helfen.

Aber ein voller Magen kann auch dazu führen, dass schlecht eingeschlafen wird bzw. die Nacht unruhig wird. Daher wird grundsätzlich empfohlen, mehrere Stunden vor dem zu Bett gehen nichts zu essen, um besser und erholsamer zu schlafen.

 

Text: Debora Jehkul

 

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Ernährung

„Pantothensäure (Vitamin B5)”

Vitamine & Vitamintabletten © cirquedesprit - Fotolia.com

Die Pantothensäure gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen der B- Gruppe, in deutschland findet man auch häufig die Bezeichnung: Vitamin B5. Sie gehört zu den eher später entdeckten Vitaminen.
Die Pantothensäure ist das einzige Vitamin, das in seiner Strukturformel keine Ringbindung aufweist. Nach der Gesellschaft für Ernährung und Ernährungsmedizin ist es eines der Vitamine, bei denen über den ganzen Lebenzeitraum bei Männern und Frauen eine leichte defizitäre Versorgung (gemessen an den Referenzwerten für die Nährstoffversorgung) zu beobachten ist.

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„Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeit sind nicht dasselbe!”

© Stefan Körber - Fotolia.com

Hier geht es um die zahlreichen unerwünschten Reaktionen, die nach dem Verzehr von Lebensmitteln auftreten können. Es wird zumeist zwischen einer Lebensmittelallergie und der nicht allergischen Unverträglichkeit (z.B. Lebensmittelintoleranz bzw. Pseudoallergie) unterschieden.

Eine Allergie liegt vor, wenn das körpereigene Immunsystem auf eigentlich harmlose Lebensmittel wie z. B. Hühnerei mit einer Überreaktion des Immunsystems reagiert. Genauer gesagt reagiert das Immunsystem auf ein oder mehrere in dem Nahrungsmittel enthaltene Proteine. Es wird ein Antikörper (Immunglobulin E, kurz IgE) gegen diese Proteine gebildet. Dies kann zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und zum Anschwellen des Mund- und Halsbereichs bis hin zu Atemnot führen. Weitere häufige Symptome sind Hautirritationen wie Juckreiz oder Ausschlag. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, der zu Herz- und Atemstillstand führen kann.

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„Brainfood”

Wer seine Knochen, seinen Darm oder das Herz gesund halten will, kann auch beim Essen etwas tun. Wie sieht es aber mit dem Kopf aus? Kann man sich schlau essen? Diese Frage taucht häufig auf, wenn es um Nahrungsmittel, wie Nüsse, Studentenfutter und Traubenzucker geht. IGTV wollte näheres erfahren und hat Frau Laura Gross, Ernährungswissenschaftlerin der Verbraucher Initiative e. V. befragt.

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