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Ihre Gesundheit

Mikronährstoffe wirken gegen die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Unter dem Begriff AMD werden verschiedene Erscheinungsformen einer Erkrankung zusammengefasst, die typischerweise nach dem 50. Lebensjahr beginnt. Unter Frühformen der AMD leiden etwa 20 Prozent der Menschen um 65 Jahre, während jenseits der 75 bereits über ein Drittel aller Menschen betroffen sind. Etwa 5 Prozent jenseits von 75 Jahren leiden am Endstadium der Krankheit mit fast völliger Erblindung. Risikofaktoren sind neben genetischer Veranlagung das Rauchen, Lichtexposition der Augen und (falsche) Ernährung.Trotz der Häufigkeit des Auftretens ist die Erkrankung hierzulande nur etwa 20 Prozent der Erwachsenen bekannt. AMD schädigt die Makula, also die Stelle der schärfsten Abbildung auf der Netzhaut (auch gelber Fleck genannt) und hat einen fortschreitenden Funktionsverlust des betroffenen Gewebes zur Folge.

Generell werden zwei Formen des Krankheitsbilds unterschieden:
Bei der sog. trockenen oder atrophen Makuladegeneration kommt es zur Ausbildung von mit kristallinen Abbauprodukten gefüllten kleinen Hohlräumen (Drusen) in der Netzhaut, verbunden mit fortschreitender Verminderung des Sehvermögens in diesem zentralen Bereich. Etwa 85 Prozent aller Erkrankungen betreffen diese trockene Form. Eine wirksame Therapie ist bis heute nicht etabliert; spezielle vergrößernde Sehhilfen sollen die Orientierung im Alter erleichtern.

Die trockene Makuladegeneration kann auch in die seltenere, aggressive feuchte (exsudative) Form übergehen. Hierbei kommt es durch Neubildung von flächigen Gefäßmembranen unter der Netzhaut zu Flüssigkeitsansammlungen und –Austritten. Blutungen sind ebenfalls möglich, meist verbunden mit einer plötzlichen Verminderung des Sehvermögens.

Frühsymptome beider Formen der AMD sind Verzerrungen im Sehfeld und eine allgemeine Verschlechterung des Sehvermögens, was Schärfe, Lichtanpassung, Farbwahrnehmung und Kontrastwahrnehmung angeht. Zur genauen Diagnose (Ausschluss anderer Sehfehler) bedient sich der Augenarzt des Verfahrens der Fluoreszenzangiografie. Hierbei wird ein spezieller Farbstoff intravenös gespritzt und anschließend die Verteilung in den Gefäßen des Augenhintergrunds mittels hoch entwickelter Computertechnik gemessen und dargestellt.

Für die Behandlung der feuchten Makuladegeneration sind in den letzten Jahren einige neue Präparate zugelassen worden, die im operativen Eingriff in die Netzhaut injiziert werden und das Wachstum der unerwünschten Gefäße stoppen bzw. verlangsamen können. Derartige Eingriffe müssen üblicherweise mehrfach erfolgen, Langzeiterfahrungen gibt es noch nicht.

Inzwischen belegen diverse medizinische Studien, dass bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln der Erkrankung vorbeugen bzw. ihren Verlauf günstig beeinflussen können. Hierzu zählen verschiedene Vitamine, (A, B-Gruppe, C, D, E, Biotin), die Spurenelemente Zink und Selen, Omega-3-Fettsäuren und ganz besonders die Substanzen Lutein und Zeaxanthin aus der Stoffgruppe der Karotinoide. Diese Substanzen werden auch als Antioxidantien bezeichnet, da sie für die menschlichen Zellen schädliche Sauerstoffreaktionen mit der Bildung sogenannter freier Radikale wirksam unterbinden. Außerdem wirken sie wie eine „chemische Sonnenbrille“: Sie absorbieren energiereiche Wellenlängen im blauen Spektralbereich des Lichts und verhindern so die photochemische Schädigung der Netzhaut.

Lutein und Zeaxanthin sind in verschiedenen Lebensmitteln zu finden, besonders in grünem Gemüse wie Grünkohl, Broccoli, Spinat und Erbsen. Da die Fähigkeit des menschlichen Organismus, diese Stoffe zu verwerten, leider im höheren Lebensalter nachlässt, müsste man täglich absurd große Mengen dieser Gemüse zu sich nehmen, um den schützenden Effekt zu erzielen. Da das niemand will, bietet es sich an, dem Körper diese zellschützenden Mikronährstoffe gezielt in Form hoch dosierter Kombinationspräparate als Nahrungsergänzung zuzuführen – alle wichtigen Stoffe in der richtigen Menge auf einmal.

Text: Dr. med. Petra Fischer.

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