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Nierensteine

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Nierensteine oder Nephrolithen (vom griechischen nephro = Niere und litho = Stein) sind Ablagerungen (Harnsteine) in den Nierengängen oder ableitenden Harnwegen und werden auch als Ureter- bzw. Blasensteine bezeichnet.

Die Entstehung von Nierensteinen ist von vielen Faktoren abhängig, wie Prof. Dr. Manfred Beer vom Franziskus-Krankenhaus, Berlin, im Filmbeitrag erläutert. Diese Faktoren führen je nach Ausprägung zu verschieden zusammengesetzten festen Ablagerungen, sog. Konkrementen. Die genauen Stoffwechselabläufe hierbei sind noch nicht restlos geklärt.

Auf molekularer Ebene kommt es zu einer Erhöhung der Konzentration von schwerlöslichen Ionen oder anderen Harnbestandteilen bis zur Überschreitung des so genannten Löslichkeitsprodukts. Dadurch beginnen diese Substanzen (Salze) auszufallen und Konglomerate zu bilden, die ab einer gewissen Größe die ableitenden Harnwege nicht mehr passieren können.
Die Erhöhung der steinbildenden (lithogenen) Harnbestandteile kann viele Ursachen haben. Neben Exsikkose (Austrocknung durch Dehydratation infolge mangelnder Flüssigkeitszufuhr) kommen hier Erkrankungen in Frage, die zu einer erhöhten Konzentration von Zwischenprodukten des Stoffwechsels (Metaboliten) im Harn führen, wie Hyperparathyreoidismus, Hyperoxalurien, Hyperurikämien (vermehrte Harnsäure, Gicht) oder bestimmte Infektionserkrankungen. Beispielsweise kann eine übermäßige Zufuhr von Purin über die Nahrung den Harnsäurespiegel erhöhen und somit die Steinbildung begünstigen. Es gibt auch Störungen der Nierenfunktion, bei denen zuviel Kalziumphosphat ausgeschieden wird.