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Schultergelenkentzündung

Mit diesem Begriff werden verschiedene degenerative Vorgänge der Bestandteile des Schultergelenks (Knochen, Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel) zusammengefasst. Durch entzündliche Vorgänge schrumpft die Gelenkkapsel und wird immer enger, so dass die Beweglichkeit des Gelenkes mehr und mehr abnimmt. Entzündungen des Schultergelenks treten vornehmlich im höheren Lebensalter auf; hier sind schätzungsweise zehn Prozent der Bevölkerung von derartigen, schmerzbedingten Bewegungseinschränkungen der Schulter betroffen.

Ursachen

Die Schultersteife ist die Folge von Schmerzen, die nach verschiedenen Schultererkrankungen oder als Folge von Verletzungen und Operationen auftreten können. In manchen Fällen entsteht die „Frozen Shoulder“ auch als selbständige Erkrankung durch hormonelle Umstellungen, Blutzucker- oder Fettstoffwechselstörungen. Auch hier kommt es zu einer entzündlichen Kapselschrumpfung.

Symptome

Die Beweglichkeit der Schulter ist erheblich eingeschränkt, wobei vor allem die Drehung des Armes, z.B. beim Griff in den Nacken oder hinter den Rücken, stark behindert ist. Das Schultergelenk kann aufgrund des Entzündungsvorgangs anschwellen und sich heiß anfühlen.

Therapie

Im Rahmen der manuellen Therapie, einer speziellen Form der Physiotherapie, erfolgt die sanfte, passive Aufdehnung der Gelenkkapsel im schmerzfreien Bereich. Das Dehnen in den Schmerz hinein, insbesondere beim selbständigen Üben, muss unbedingt vermieden werden, da dies den Entzündungsprozess fördert. Begleitend zur Physiotherapie sollten entzündungshemmende Medikamente und nach individuell angepasster Dosierung eingenommen werden.
Bleibt die Schulter trotz mehrmonatiger Physiotherapie steif und schmerzhaft, hilft eine Operation. Auf arthroskopischem Wege wird gezielt die zu enge Gelenkkapsel aufgetrennt. Dieses Verfahren hat die früher übliche Narkosemobilisation abgelöst.

Dieser Artikel ist entstanden in Zusammenarbeit mit Praxis Dr. Dirk Jung

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