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Schultergelenk

Das Schulter- oder Gleno-Humeral-Gelenk ist ein Kugelgelenk an der Schnittstelle vom Oberarmknochen (Humerus) mit dem Schulterblatt (Scapula), dem dreieckigen flachen Knochen auf der Rückseite des Brustkorbs. Es ist für eine große, dreidimensionale Bewegungsfreiheit vorgesehen.
Der Oberarmknochen verbindet sich am Schultergelenk mit dem Schulterblatt. Eine glatte Knorpelschicht sorgt für reibungsarmes Gleiten der Oberflächen. Der auf dem Kopf des Oberarmknochens angeordnete Schleimbeutel produziert kontinuierlich eine Reibung vermindernde Substanz. Da die eigentliche Gelenkpfanne nicht tief ist, wird das Gelenk nur durch den umschließenden Ring aus Muskeln und Bändern zusammen gehalten. Diese Muskelstränge geben jedoch nicht nur Stabilität, sondern ermöglichen erst die typischen Armbewegungen wie Heben, Drehen, Abspreizen und Beugen.

 

Ellenbogen

Der Ellenbogen ist ein Scharniergelenk, das die Verbindung von Oberarmknochen (Humerus) mit den Unterarmknochen Elle und Speiche (Ulna und Radius) darstellt. Die Scharnierstruktur erlaubt zwar nur eindimensionale Bewegungen, nämlich Beugen und Strecken, hat dafür jedoch große Stabilität.
Das Gelenk ist von einer Kapsel aus Fasergewebe umgeben, in der permanent eine Substanz produziert wird, die die Knorpelschicht der Gelenkoberflächen elastisch hält und Reibung vermindert. Starke Seitenbänder stabilisieren die Bewegungsabläufe. Für das Beugen ist der große Muskel auf der Vorderseite des Oberarms (Bizeps) zuständig, während der Streckvorgang durch den rückseitigen Trizepsmuskel ermöglicht wird.

 

Handgelenk und Handknochen

Das Handgelenk bildet den Übergang von den Unterarmknochen Elle und Speiche zu den Handknochen. Genau genommen sind es zwei Gelenke, nämlich zwischen Unterarm und Handwurzelknochen einerseits sowie zwischen den beiden Reihen der Handwurzelknochen andererseits. Diese acht kleinen, einzeln beweglichen Knochen ermöglichen erst die enorme Bewegungsfähigkeit des Handgelenks.
Sämtliche Knochen des Handgelenks –zwei Reihen mit je vier Knochen- sind mit Knorpelgewebe überzogen und werden von Bändern zusammengehalten. Eine die Knochen umgebende Membran produziert fortwährend schmierende, Reibung mindernde Substanz. Die acht Handwurzelknochen fügen sich bogenförmig zusammen, mit konvexer Ober- und konkaver Unterseite. Ein starkes Gewebeband (Karpaltunnel) bildet mit der Einbuchtung der Unterseite einen Durchlass, wo die Nervenstränge und Sehnen der Muskeln verlaufen, mit denen die Finger bewegt werden. Weitere feste Bänder binden das Handgelenk fest an Elle und Speiche des Unterarms.

Die weiter vorn liegenden Handknochen lassen sich in fünf Mittelhandknochen und insgesamt vierzehn Fingerknochen unterteilen. Die fünf Mittelhandknochen fächern sich vom Handgelenk zu den Fingergelenken auf und formen somit die Handfläche.
Die Fingerknochen (Phalangen), üblicherweise am Daumen beginnend von 1 bis 5 durchnumeriert, sind dreifach unterteilt, nur der Daumen hat lediglich zwei Fingerknochen. Somit ergibt sich die Gesamtzahl von 14 Fingerknochen. Jeder Fingerknochen ist ein echter kleiner Röhrenknochen mit dünnerem Schaft und zwei verdickten Enden

 

Hüftgelenk

Das Hüftgelenk ist ein kräftiges, sehr bewegliches Kugelgelenk, welches den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Becken verbindet. Hierbei ist das obere Ende des Oberschenkelknochens als Kugelkopf ausgebildet, der in die passende Aufnahme (Pfanne) des Beckenknochens greift.
Die Gelenkoberflächen von Kugel und Pfanne, also jene Teile, die direkt aufeinander treffen, sind mit einer glatten, gleitfähigen Knorpelschicht bedeckt, die zusätzlich noch von einer Flüssigkeit absondernden Membran umgeben ist. Seine Stabilität erhält das Hüftgelenk durch eine spiralförmige Kapselung starker Bänder, die vom Rand der Gelenkpfanne bis zum Hals des Oberschenkelknochens verlaufen. Diese Bänder begrenzen auch den Bewegungsspielraum des Gelenks.

Das Hüftgelenk war Anfang der 60er Jahre auch das erste Gelenk, dessen Funktionsfähigkeit durch künstlichen Ersatz wieder hergestellt werden konnte. Mittlerweile ist das Entfernen des krankheitsbedingt (Arthrose) geschädigten Hüftgelenks und der Ersatz durch eine Prothese eine, wenngleich immer noch aufwendige, Standard-OP. Heutige Werkstoffe und Methoden sorgen für einen Lebenszyklus des Kunstgelenks von über zehn Jahren, wobei die Material- und Technikentwicklung natürlich weiter voran schreitet.

 

Kniegelenk

Was gemeinhin als „Knie“ bezeichnet wird, ist das Gelenk zwischen dem unteren Ende des Oberschenkelknochens (Femur) und dem oberen Ende des Schienbeins (Tibia). Das Wadenbein (Fibula) als zweiter Unterschenkelknochen hat im Kniegelenk keine Funktion.
Das Knie ist, genau betrachtet, kein einzelnes Gelenk, sondern ein im menschlichen Körper einzigartiges Zusammenspiel dreier Gelenkbereiche in einer gemeinsamen Gelenkhöhle. Dies sind einerseits das Gelenk zwischen der vorn liegenden Kniescheibe (Patella) und dem unteren Ende des Oberschenkelknochens, andererseits die zwei Gelenkhälften zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein. Das Knie hat die Funktionalität eines Scharniers, da es sich nur in einer Ebene bewegen kann.

Wie alle Gelenkflächen im Körper sind auch die Oberflächen der Kniegelenkteile mit einer gleitfähigen Knorpelschicht überzogen, die permanent durch eine Flüssigkeit absondernde Membran geschmiert wird. Als zusätzliche „Stoßdämpfer“ fungieren die beiden halbmondförmigen Menisken aus festem Knorpelgewebe, auf denen sich der Oberschenkelknochen abstützt. Sie sorgen außerdem dafür, dass das Kniegelenk sich nicht seitwärts verschiebt. Seine Stabilität erhält das Kniegelenk durch ein System von Bändern, die vorn und hinten (Kreuzbänder) sowie seitlich angeordnet sind. Auch die Kniescheibe wird von derartigen Bändern gehalten.

 

Haut

Die Haut wird allgemein als das größte Organ des menschlichen Körpers beschrieben. Sie bedeckt den gesamten Körper, mit einer Gesamtfläche von bis zu 2 m² beim Erwachsenen. Ihre Hauptaufgaben sind die Wärmeregulierung des Körpers sowie der Schutz vor dem Eindringen von Krankheitserregern.
Generell wird zwischen zwei Hautschichten unterschieden: Der dünneren äußeren Schicht oder Oberhaut (Epidermis) und der dickeren, darunter liegenden Unterhaut (Dermis). Die Oberhaut besteht an der Oberfläche aus abgestorbenen, abgeflachten Zellen, die sich fortlaufend durch Nachschub aus den darunter liegenden Zellschichten erneuern. Die Oberhaut hat auch keine eigene Blutversorgung; zahlreiche Blutgefäße finden sich erst in der Unterhaut, wo sich auch Talgdrüsen, Haarbälge, Nervenenden und Schweißdrüsen befinden. In der Oberhaut sind auch farbige Pigmente eingebettet, die für die verschiedenen Hautfärbungen verantwortlich sind.

Die Unterhaut besteht aus Bindegewebe mit elastischen Fasen (Kollagen). Ihr folgen nach innen das subkutane (Fett)Gewebe sowie Muskeln und Bänder.